Warum intuitives essen bei dir nicht funktioniert?

Ernährung

Von Denis

Ich hoffe, dir gefällt dieser Artikel. Wenn du Hilfe beim nachhaltigen Abnehmen brauchst, freuen wir uns, wenn du dir einen kostenlosen Beratungstermin buchst.

Das Konzept vom intuitiven Essen wurde 1995 von den Ernährungswissenschaftlern Evelyn Tribole und Elyse Resch erfunden, das sie in ihrem Buch intuitiv abnehmen erläutern. Oft sieht das Essen so lecker aus, dass wir uns den Teller vollpacken und über unseren Hunger hinaus essen. Wenn dir das schonmal passiert ist, dann bist du beim intuitiven Essen genau richtig.

Inutives Essen kann als Lösungsansatz gegen emotionales Essen angesehen werden, damit wir mehr auf unser natürliches Hungergefühl hören und unser Essen genießen können. Beim intuitiven Essen geht es darum, seine Ernährungsweise auf die Bedürfnisse des Körpers umzustellen, ohne irgendwelche Crashdiäten durchzuführen.

Runtergebrochen kann man sagen, dass es beim intuitiven Essen darum geht, dein Wohlbefinden zu steigern und eine natürliche Verbindung zu deinem Körper herzustellen. Wenn du hungrig bist, sollst du essen und wenn du satt bist, sollst du aufhören. Klingt simpel? Doch leider sind die meisten nur noch nach der Uhrzeit gepolt. 3 Mahlzeiten am Tag zu bestimmten Uhrzeiten. Kein Hören auf den eigenen Körper.

Einer der Gründe, warum intuitives Essen nicht funktioniert!

Gründe warum intuitives essen bei dir nicht funktioniert

Abends mal wieder auf der Couch, mit Süßigkeiten oder Chips, weil wir es unbedingt brauchen. Kommt dir das bekannt vor? Häufig reden wir uns ein, dass wir es unbedingt brauchen und unser Körper danach schmachtet. Häufig liegt das eher daran, dass wir uns über den Tag verteilt schon schlecht ernährt haben und einfach der Gewohnheit nachgeben, weil es einfach ist, als auf den eigenen Körper zu hören.

Deswegen funktioniert intuitives Essen nicht für jeden und nicht auf Anhieb!

Wir haben uns über viele Jahre auf ein bestimmtes Essverhalten antrainiert und deswegen müssen wir das Thema intuitives Essen Stück für Stück angehen.

Natürlich gibt es weitere Ausnahmen wie stark übergewichtige Menschen oder Leute, die dem Binge-Eating verfallen. Diese Menschen brauchen ein striktes Ernährungskonzept, um ihr Verhalten in den Griff zu bekommen und um ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Nr. 1 Du willst sofort Ergebnisse

Intuitives Essen braucht viel Zeit, denn du hast dir dein aktuelles Essverhalten über viele Jahre angeeignet. Deswegen kannst du es auch nur über das zwanglose üben über viele Monate hinweg erlernen. Dabei geht es vor allem am Anfang die Signale des Körpers zu erkennen und zu deuten.

Häufig überstürzen wir viel zu viel und essen von heute auf morgen nichts mehr, weil wir ganz ganz dringend einige Kilos abnehmen wollen. Dabei schaden wir dem Körper und unserem Stoffwechsel mehr, als wir ihm helfen. Eine zu geringe Kalorienzufuhr über einen längeren Zeitraum verlangsamt unserer Stoffwechsel nur, denn unser Körper arbeitet dynamisch und passt sich unserem Verhalten an.

Die Folgen von zu wenig Kalorien sind, dass wir uns antriebslos, schlapp und müde fühlen. Wir haben einfach keine Motivation und können uns auf nichts mehr richtig konzentrieren. Und die verlorenen Kilos sind auch schnell wieder drauf, dank dem lieben Jo-Jo-Effekt.

Nicht nur das, durch die radikalen Veränderungen stören wir unser Verhalten zur Nahrung und geraten in einen Teufelskreis zwischen Radikaldiät und Zunehmen. Deswegen solltest du Veränderungen Schritt für Schritt angehen.

Nr 2. Du kennst deinen Bedarf nicht

Welche Lebensmittel tun dir gut? Wie viel solltest du von diesen Essen? Was sind überhaupt Kalorien, Proteine, Kohlenhydrate und Fette?

Hast du dir darüber schonmal Gedanken gemacht oder dir Rückseite der Lebensmittel angeschaut, die du einkaufst? Nein, dann ist genau jetzt der Zeitpunkt, damit anzufangen.

Denn nur so kannst du ein Gefühl dafür bekommen, was du isst und wie viel davon deinem Körper guttut. Beim intuitiven Essen geht es nicht darum, jede Mahlzeit abzuwiegen und Kalorien zu zählen. Aber wenn du gerade damit anfängst, dich mit Ernährung zu beschäftigen, kann es hilfreich sein, deinen Kalorienbedarf zu ermitteln und Kalorien zu zählen. So entwickelst du ein Gefühl für Nahrung und deinen Bedarf.

Vor allem, wenn du erfolgreich abnehmen willst, musst du wissen, was ein Kaloriendefizit ist und wie du es erreichst. Wusstest du, dass 100 Gramm Pizza ungefähr so viel Kalorien hat wie 1 kg Brokkoli? Und rate mal, wovon du eher satt wirst.

Nr. 3 Du isst, wenn du Appetit hast und nicht wenn du Hunger hast

Es ist richtig, beim intuitiven Essen gibt es keine Verbote. Es geht darum, auf sein Hungergefühl zu hören und nicht mehr aus Gewohnheit zu essen oder weil dir langweilig ist. Es geht darum, auf unser Sättigungsgefühl zu hören.

Aber viel zu oft ist in uns drin noch der Gedanke verankert, wir müssen den Teller leer essen. Aber ich sag dir jetzt mal was, du kannst den Rest auch für die nächste Mahlzeit aufbewahren.

Zum Glück leben wir in einer Zeit in der es keine Krisen und Nöte mehr gibt, aber genau deswegen essen wir auch mehr aus Lust. Echten Hunger kennen wir nicht mehr. Echter Hunger, der uns sagt, dass unser Körper dringend Energie und Nährstoffe braucht. Das ist in Ordnung, aber genau deswegen musst du erkennen, wann du aus Appetit, also Lust isst und wann aus Hunger.

Schwieriger als den eigenen Hunger zu identifizieren, ist es, das Sättigungsgefühl wahrzunehmen. Auch hier muss man lernen, die körpereigenen Signale richtig zu lesen: Wenn wir merken, dass wir anfangen zu stopfen, ist der Moment bereits verpasst. Umso wichtiger ist es, bewusst und aufmerksam zu essen.

Übrigens: Nur weil noch Essen auf dem Teller ist, braucht es nicht aufgegessen zu werden. Wenn man bereits satt ist, kann es auch ganz einfach für die nächste Mahlzeit aufgespart werden.

Nr. 4 Du bereitest dir kein Essen vor

Inuitives Essen bedeutet zwar, dass du flexibel mit deinen Mahlzeiten sein kannst, aber Vorbereitung ist die halbe Miete. Auch in der Ernährung! Denn wenn wir uns nichts vorbereiten, greifen wir häufig zur einfachsten Lösung. Und meistens ist das der Lieferdienst, der leider nicht so sehr auf die Zutaten achtet.

Vor allem am Anfang deiner Ernährungsweise hin zum intuitiven Essen solltest du anfangen mehrmals die Woche vorzukochen, damit du im stressigen Alltag nicht schwach wirst. Eine weitere Hilfe kann sein, dass du dir einige gesunde Snacks wie zum Beispiel Nüsse am Arbeitsplatz sicherst, damit du nicht zur Schokolade greifst.

Am Anfang wird das Thema Meal Prep eine Umstellung sein, aber kann dir enorm viel Zeit sparen, weil du nicht mehr spontan überlegen musst, was du zum Mittag essen möchtest. Obendrauf verzichtest du auf Geschmacksverstärker und andere unerwünschte Zusatzstoffe.

Nr. 5 Du setzt dir Verbote

Das Problem bei Diäten sind, dass wir uns Verbote setzen und Lebensmittel in schlecht und gut unterteilen. Dabei gibt es keine guten oder schlechten Lebensmittel. Es gibt nur ein zu viel und ein zu wenig.

Vielleicht hast du schon eine Diät angefangen und von heute auf morgen nur noch andere Lebensmittel gegessen. Doch wie lange möchtest du sowas durchhalten? Wahrscheinlich kamen nach wenigen Tagen die ersten Gelüste und nach wenigen Wochen hast du nachgegeben und dich wieder wie vorher ernährt.

Beim intuitven Essen gibt es keine Verbote. Verbote sind verboten. Es gibt nur zu viel von den einen Lebensmitteln und zu wenig von den anderen Lebensmitteln. Wenn du dir Verbote setzt, entsteht Stress und Stress ist dauerhaft schlecht für unsere Gesundheit. Und letztendlich geht es beim intuitiven Essen uns gut zu fühlen und gesund zu sein.

Beim intuitiven Essen sollst du bewusst wahrnehmen, wie viel und welche Lebensmittel dir guttun und welche eben nicht. Und anschließend sollst du mehr von den Lebensmitteln essen, die dir guttun und weniger von denen, die dir schlecht tun.

Fazit

Wenn du deine Ernährung erfolgreich umstellen willst, genug von Diäten und Jo-Jo-Effekt hast, ist inuitives Essen vielleicht das richtige für dich. Nur solltest du nichts überstürzen und dir bei deiner Umstellung Zeit lassen. Sei mutig und geduldig, um deine Essgewohnheit, die sich über dein gesamtes Leben bisher gebildet haben, zu ändern.

Es braucht Zeit und Mut für Veränderungen. Wenn du diesen Beitrag bis hierhin gelesen hast, dann hast du einen ersten Schritt gemacht. Ab jetzt entscheidest du, ob du einen weiteren gehst oder nicht.

Ich kann dich mit meinem Wissen unterstützen und dir die nötigen Schritte aufzeigen, aber gehen musst du sie selber.

Weiterführende Artikel

https://www.intuitiveeating.org/

https://www.vdk.de/hamburg/pages/72114/ernaehrung_-_auf_verbote_verzichten_sie_erhoehen_den_reiz?dscc=ok

https://www.foodboom.de/kuechenwissen/meal-prep